Reisebericht vom 7. bis 25. 9. 2009

Die „nördlichen SporatenAlonnisos, Skopelos und Skiathos

 

 

Montag 07.09.09 Anreisetag : Erfurt-Rudolstadt-Nürnberg-Volos

 

Anreisetag  von Erfurt über Rudolstadt nach Nuernberg-Flughafen .Alles bis zum Checkin ok als uns im Transitraum die Nachricht ereilte , dass die Piloten von AIR-Berlin und LTU den seit  einer Woche andauernden Streik fortsetzen ! Es setzt sich langsam Unmut in die  Runde und man ist am Überlegen ob man nicht zum Fernet Branca und – oder zum Whisky greift um die Wartezeit zu überbrücken! Mit 2 Std. Verspätung ging es dann aber endlich Richtung Volos.Der Flughafen von Volos ist ein Militärflughafen der seit einigen Jahren auch zivil genutzt und seit 2008 von Air-Berlin angeflogen wird. Der Passagierterminal liegt außerhalb des militärischen Sperrbezirk’s und hat nur ein ganz kleines Gepäckband , was bei der Ankunft einer großen Maschine für erhebliches Gedränge sorgt. Mit dem Linienbus (3,00 € / Person) ging es dann über Volos-Busbahnhof nach Volos-Fähranleger der Endhaltestelle.

Nach erstem Mythos und Wein am Anleger steuerten wir kurz entschlossen das gerade gegenüber liegende JASON-Hotel an. Laut Reiseführer das Hotel mit dem besten Preis/Leistungsverhältniss. Auf eine Übernachtung in Volos waren wir angewiesen weil die nächste Fähre Richtung Alonissos erst am nächsten Morgen ablegte.

Das JASON-Hotel selbst entpuppte sich als totaler Reinfall. Abgewohnt und  runtergewirtschaftet und mit 45,00 € pro Doppelzimmer ohne Frühstück absolut überteuert. Aber  mit dem ersten guten Abendessen (Taziki, Griechischen Salat , Tunfischsalat , Spinat) in einer der Tavernen an der Hafenpromenade von Volos konnte der Urlaub nun endlich beginnen. Um den Bettgang  im „Ambiente„ des  JASON-Hotel etwas aufzupeppen  bedurfte es allerdings noch einer Flasche Ouzo auf dem Zimmer, womit dann auch der erste Urlaubstag sein Ende nahm.

 

Dienstag 08.09.09 VolosAlonissos

 

Nach einer schlaflosen (trotz Ouzo) Nacht , Stefan’s  Zimmer gegenüber einer  Autowerkstatt die früh um 04:00 Uhr mit lautem Getöse ihre erste Schicht anfing sowie bei Sabine und Jörg wo erst gegen 06:00 die Mücken ihren Dienst beendeten ging es zur Travelagentur wo wir nun endlich unseren 9. griechischen Inselurlaub mit einem Fährticket von Volos nach Alonissos einläuteten.

Wir entschieden uns für 09:45 (die erste 08:30) mit der FLYINGCAT 5 der HELLENIC SEAWAYS 40,00€ / Pers.

Vor dem Auslaufen konnten wir noch das Einlaufen der AIDA-DIVA in den Hafen miterleben.

Die Route ging über Skianthos , wo eine größere Gruppe Pauschaltouristen zugestiegen ist Richtung Skopelos. In Skopelos-Stadt  war wegen starkem Wind ein Anlegen nicht möglich und der FLYINGCAT 5 mußte  den Südhafen  Agnontas  anlaufen, wo auch die Pauschaltouristen wieder von Bord gingen .

Wir erreichten gegen 12:30 Alonissos wo Sabine , als erste von Bord, wieder das richtige  ,,Händchen’’ hatte und unsere Unterkunft wie immer gut und preisgünstig aushandelte.

Wir bezogen ein Appartement in der Pension PANORAMA hochgelegen über dem Hafen von Patitiri mit einer herrlichen Aussicht auf die gesamte Bucht. Der Preis für 2 Schlafzimmer, große Küche, Bad und schöner großer von allen Zimmern begehbarer Veranda, betrug 40,00 €. Nach Auspacken/Einräumen erster Strandbesuch in Gialos wo beim ersten Baden auch die Sonne nicht länger auf sich warten ließ. Danach der erste Strandtavernenbesuch bei Mythos, Wein , Tatziki, Sakanaki und dem herrlichen Blick auf die Bucht von Gialos.

 

Mittwoch 09.09. Alonnisos – der Inselsüden

 

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist unserm gut ausgewählten Quartier doch anhänglich. Früh um 05:30 wurde zumindest Stefan aus dem Schlaf gerissen. Der Grund ist das tägliche Auslaufen der FLYINGCAT 6 um

06:20 ,was eine Laufzeit des Diesels von 40 min bedeutet . Für Stefan heißt das 40min Ohropax am Morgen.

Nach dem (späten) Frühstück auf unserer schönen Terrasse stand eine Wanderung über den Inselsüden auf dem Programm. Ausgangspunkt unserer Route war der Hafen von PATITIRI. Nach einem cirka 1,5 km steilen Anstieg, linker Hand am Campingplatz vorbei konnten wir dann rechter Hand in die im Reiseführer besonderst empfohlenen Kiefernwälder der Insel eintauchen. Nach kurzer Wegstrecke erreichten wir den Abstieg zur VITHISMA BEACH. Der Strand war nicht so toll, grober Steinkies mit Baum und Wurzelgehölz, kam uns aber nach der leichten Anstrengung für eine Abkühlung wie gerufen. Da wir die einzigen waren wurde durch FKK das Badevergnügen im Meer noch verdoppelt. Das Wetter bis dahin bewölkt aber angenehm zum Wandern und Baden. Nach Wiederaufstieg und kurzer Wegstrecke auf der Steilküste gelangten wir  wieder abwärts zur MIKROS & MEGALOS MOURTIAS BEACH wo wir der herrlich gelegenen Taverne MELTEMI nicht ausweichen konnten .Bei kühlem Mythos , Wein und einer vom Wirt sehr reichlich und schmackhaft zubereiteten Mixplatte mit fast allen griechischen Spezialitäten ,genossen wir den wunderschönen Blick aufs Meer.

Dem anschließenden Baden im Meer folgte ein kleines Nickerchen in der Sonne, die mittlerweile auch nicht mehr auf sich warten ließ.

 

Der danach folgende Fußmarschaufstieg auf der Verbindungsstraße zur  Chora  OLD TOWN wurde zur Herausforderung des Tages. Es galt einen Höhenunterschied von 200 m auf einer Strecke von 2 km zu bewältigen.

Oben angekommen empfing uns ein nach dem Erdbeben 1965 wieder neuaufgebauter Ortskern der aber zu 100 Prozent dem Tourismus vorbehalten ist. Viele Kunstgewerbeläden und Tavernen beherrschen hier die Szene. Der Friedhof am Ende des Parkplatzes mit seinem wunderschönen Blumenschmuck ist auch einen Abstecher wert.

Der Rückweg nach PATITIRI erfolgte mit dem Busschuttle der 4x täglich zur OLDTOWN hin und zurückfährt.

 

 Donnerstag  10.09. Alonnisos – der Inselosten

 

Für unsere heutige und morgige Tour hatten wir uns je ein Motorrad / Moped gemietet. Beim Verleiher stießen wir allerdings auf eine sehr eigenartige Geschäftspraxis. Zum normalen Mietpreis verlangte er noch eine über Kreditkartencheck ausgefüllte Blankosumme von 250,00 € die bei Erbringung einer Schadensselbstbeteiligung

fällig werden sollte. In andern Ländern bei Autos üblich , aber in Griechenland und noch dazu bei einem Moped

war das für uns erstmalig.

Nun gut, nach dem Frühstück ging es per Moped nach

STENI VELA einem kleinen Fischerhafen mit vielen Fischtavernen und Segelyachten. Nach einem Frappe und Ablaufen der Fischtavernenrestaurants war der Überblick  von STENIVALA komplett.

Die heraufziehende mittägliche Hitze trieb uns natürlich wieder zum Baden Richtung Meer .Wir strandeten mit unseren Mopeds an der AGIOS DIMITROS  Beach einem mittel bis feinkörnigen Kieselsteinstrand.

Hier verbrachten wir den Großteil des Tages im Wasser und der Sonne. Da Wasser und Sonne Appetit anregt und Hunger erzeugt fuhren wir auf der Rücktour das kleine Fischerdorf KALAMAKIA an. In der Fischtaverne CORALI wo die Mutter noch selber kocht hatten wir an diesem wunderschönen Tag nun auch unser leibliches Wohl gesichert.

 

Freitag 11.09.  Alonnisos – Buchten und Strände im Südosten

 

Es sollte ein schöner Badetag an mehreren Stränden und Buchten werden. Leider hat uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit unseren Motorrollern sind wir nur bis zur Bucht von MILIA gekommen, wo uns heraufziehender Regen zur Umkehr nach Patitiri zwang .Auf Wetterbesserung hoffend , wurde die Zeit ersteinmal mit Einkäufen überbrückt. Am Nachmittag besuchten wir das Volkskundemuseum in Patitiri . Bei einem Trink in der Cafeteria des Museums wurde uns beim Blick aus dem Terrassenfenster immer unheimlicher – REGEN, REGEN, REGEN !

Um eventuellen Erkältungskrankheiten vorzubeugen wurde auf ein altbewährtes Hausmittel von Sabine zurückgegriffen. Sabine kaufte Huhn , Nudeln und die entsprechenden Zutaten und verschwand für 2 Stunden in der Küche um Ihre exelente, unübertroffene Hühnersuppe zu zubereiten.

 

Sonnabend 12.09. Alonnisos – REGEN , REGEN , REGEN

 

Heute war ein Tag zum Ausschlafen. Die ganze Nacht hat es wie aus Eimern geschüttet. Nach dem Frühstück und Abgabe der Mopeds und Einkaufen war „Einmietung“ in einer Taverne angesagt.

Ständig geisterten unsere Blicke nach oben, aber der Wettergott zeigte keine Gnade. Zum Glück haben wir in einem der vielen  Shops nach langem Suchen auch endlich einen Regenschirm erstanden.

 

Sonntag 13.09. Alonissos – Am Ende der Insel

 

Heute Morgen endlich wieder Sonne . Nach dem Frühstück machten wir uns zum Mopedverleiher, der uns für Heute Rabatt als Entschädigung für den Regentag einräumte und wir konnten den verpassten Trip zum Ende der Insel nachholen. Nach cirka  22 km Fahrtstrecke von PATITIRI erreichten wir die 3-4 Häuser zählende Ansiedlung GERAKAS und somit das Ende der Insel. Zu unserem Erstaunen gab es hier auch eine Art Taverne in Form eines mobilen Kantinenwagens den die Besitzerin auch gleich nach unserem Erscheinen öffnete

Ansonsten gab hier außer dem kleinen Hafen wo einst ein Nationalpark geplant war nichts zu weiter zu sehen.

Da die Sonne sich schon wieder von der besten Seite zeigte kam auf der Rücktour am Nachmittag nur noch Baden im Meer in Frage. Wir landeten in LEFTOS GIALOS einer herrlichen einsamen Bucht  mit feinem Kiesstrand. Ein besonders Erlebnis an diesem Badenachmittag war bei Jörgs Schnorcheltour die Endeckung eines Tintenfisches , der aber bei Sabines Aufschrei das Weite suchte.

 

Montag 14.09. Umsetzung von Alonissos nach Skopelos    

 

Nach dem Packen und Verabschiedung von Elena unserer Vermieterin vom Panorama in Alonissos legten wir pünktlich um 13:05 mit der FLYING CAT 5 nach SKOPELOS ab. Unser Quartier in Skopelos hat Sabine telefonisch von Alonissos aus über einen Reiseführertipp (Michael Müller) klargemacht. Am Hafen von

Skopelos wurden wir schon von Manos dem Besitzer der Pension MANOS in Empfang genommen. Nach 600 Meter Fahrt zur Pension landeten wir in unserer Unterkunft für die nächsten 6 Tage. Herzlich wurden wir auch von ALEXANDRA , der Mutter von Manos begrüßt. Alexandra ist die gute Seele der Pension und kümmert sich mit ihren 76 Jahren um die kompletten täglichen Abläufe in der Pension während Manos sich überwiegend nur um den Vertrieb kümmert. Ein Apartment  mit 2 Schlafräumen und ein kleines Studio bekamen wir zusammen für 30,00 € . Den Rest des Tages verbrachten wir mit einem ersten Besuch der Hafenpromenade und kleinen Rundgang durch die Altstadt.

 

Dienstag 15.09. Kleine Klostertour im Südosten der Insel

 

Nach Frühstück im Garten und Anmieten eines Autos , für sensationelle 14,00 € / Tag ohne Kreditkartenabsicherung brachen wir zur kleinen Klostertour auf. Im ersten , dem Frauenkloster EVANGELISTRIA

trafen wir nur auf eine einzelne alte gebrechliche Nonne die momentan ganz alleine das Kloster bewirtschaftet. Im zweiten Kloster METAMORPHOSIS TOU SOTIROU mit einem sehr schönen Innenhof und dessen hohen Zypressen trafen wir auf einen Mönch der den Klostershop bediente. Das dritte Kloster AGIA VARVARA war leider

geschlossen. Im letzten , dem Kloster PRODROMOS, das Johannes dem Täufer geweiht ist, sollte laut Reiseführer noch von 15 Nonnen bewohnt sein , wir trafen aber leider nur den Klosterverwalter an. Diese Klosteranlage gilt als die schönste der Insel. Am Nachmittag war am Strand von STAFYLOS Anbaden auf Skopelos angesagt. Anschließend probierten wir in der Strandtaverne die für Skopelos berühmte CHORTOPITA , eine in Schlangen gerollte Teigschnecke gefüllt mit Spinat , Käse , Blattgemüse oder auch Zwiebeln. Am Abend hatten wir noch einen interessanten Plausch mit unseren  Pensionsnachbarn , einem älteren Ehepaar aus Bremen , das schon seit Anfang der 70-ziger Jahre Griechenland bereist.

 

Mittwoch 16.09. Strandtag , Inselsüden und Grillabend

 

Wie immer nach dem Frühstück machten wir uns heute auf den Weg nach AGNONTAS im Süden der Insel. ANONTAS ist einer der drei Häfen von Skopelos. Mit AGNONTAS machten wir übrigens schon Bekanntschaft bei der Überfahrt von Volos nach Alonissos. Bei schlechtem Wetter – starkem Meltemi - legen die FLYING CAT’s von  HELLENIC  SEAWAYS wie laut  Plan nicht in Skopelos Stadt an der Nordküste sondern in AGNONTAS im Süden an. Für alle Passagiere stehen dann aber „Fährersatzbusse“ nach Skopelos Stadt bereit.

Im Hafen selber gab es an diesem Morgen nur das Tankschiff der regional marktbeherrschenden Mineralölgesellschaft zu bestaunen.

Von AGNONTAS ging es direkt weiter bis zur LIMNONARI  BEACH. Die LIMNONARI  BEACH selbst ist ein kleiner heller Kiesstrand eingerahmt von einer

 

herrlichen Bucht wo man wunderbar baden und fliegende Fische beobachten kann. Bei Mythos und Wein in der Strandtaverne konnten wir an den hervorragenden Bedien -und Fahrkünsten eines Baggerfahrers nicht vorbeischauen. Eine örtliche Baufirma war an diesem Tag mit der Beseitigung des Erdrutsches vom großen Unwetter von vor zwei Tagen beschäftigt.

Auf der Rücktour überkam uns der übliche Hunger, von denen uns drei nie einer was eingestehen will und wir machten kurz entschlossen in der Fischtaverne in  AGNONTAS halt. Zum üblichen Menü wurden auch 3 frische Weißfische vom Grill bestellt.

Richtung Pension ging es über DIA-Discount und Fleischer um alles für den anstehenden Grillabend einzukaufen. Während Sabine ihre berühmten Klöpse aus frischem Hack und die Bremer den Kartoffelsalat vorbereiteten kümmerte sich Jörg um den Rost auf dem auch noch Fleischspieße und Steaks Platz fanden.

Mit Alexandra unserer Wirtin die wir natürlich mit eingeladen haben und den Bremern verbrachten wir bei gutem Essen , Trinken und Gesprächen einen wunderschönen Abend auf Skopelos.

  

 

                  Donnerstag 17.09. der halbe Inselwesten

 

Da wir nicht wussten, was uns das Wetter heute  beschert, war unser Tagesziel ELIAS / NEO KLIMA.

Kurz nach Verlassen von SKOPELOS STADT hat Sabine rechter Hand der Straße Mandelbäume gesichtet, die natürlich auch Ernte mäßig mit der Menge des  1/10-tels einer Plastiktüte beackert wurden .Nach weiterer kurzer Wegstrecke erreichten wir linker Hand  die kleine Privatkapelle AGIA PARASKEVI wo wir den Schlüssel laut Reiseführer auch tatsächlich unterm Stein im Fenster vorfanden.

 Da die Sonne es mittlerweile etwas zu gut mit uns meinte entschlossen wir uns,die MILIA BEACH anzufahren. Der erste Eindruck bei  einigen  vorüber ziehenden Wolken war nicht so gut, aber bei klarem Himmel mit Sonnenschein war der Anblick des kristallklaren Wassers eine Augenweite. Um nach 3-stündigen Badeaufenthalt das aufkommende Hungergefühl abzustellen fuhren wir die Taverne von PANORMOS an. Laut Sabine gibt es hier die besten Spaghetti der Ägäis.

 

 Freitag 18.09. Strandtag

 

Angesichts des traumhaften Wetter, was am Morgen schon absehbar war und bis zum Abend anhielt, verbrachten wir den gesamten Tag wieder an der MILIA BEACH. Die MILIA BEACH ist mit seinem feinen weißen Kiesstrand (cirka 500m ) einer der besten Strände auf Skopelos. Danach natürlich wieder zur Taverne in PANORMOS , weil es am Vortag so wunderbar gemundet hat. Angestachelt vom Tauchbrillenequipment  der Steine und Muschelsucher an der MILIA BEACH gab es neben dem abendlichen Tavernenbesuch an der Hafenpromenade in Skopelos noch den Einkauf von vier Schwimmbrillen , die allerdings noch auf ihre Tauglichkeit am nächsten Badetag getestet werden müssen.

 

Samstag 19.09. Der Rest vom Inselwesten / Norden – rund um Glossa

 

Trotz Regen , der sich schon wieder über Skopelos breitmachte , machten wir uns auf den Weg um den Rest des Inselwestens kennenzulernen. Kurz hinter Skopelos musste bei strömenden Regen angehalten werden, um die Thymianernte für die kommende heimische Küchesaison in Deutschland einzubringen.

Nach halbstündiger Fahrt erreichten wir die markanteste Sehenswürdigkeit dieses Inselteils – die auf einen steilen aus dem Meer herausragenden Felsen gebaute Kirche AGIOS IONNISKASTRI  .Zu ihr gelangt man über eine schmale sich am Fels hochschlängelnde Treppenkonstruktion aus Edelstahl. Die Kirche selbst bietet außer dem herrlichen Ausblick , für uns im Regen , nichts Erwähnendwertes ,außer das hier einige Szenen des ABBA Musical Film MAMAMIA gedreht wurden.

Das nächste Ziel war LOUTRAKI , der Hafen von Glossa. LOUTRAKI ist der dritte Hafen im Norden von Skopelos ,den HELLENIC SEEWAYS bedient.

In LOUTRAKI kehrten wir dann noch in einer der Tavernen am Hafen ein . Der frische Fisch den Stefan bestellte , war allerdings nicht das besondere , was man so auf Skopelos bisher in anderen Tavernen gewohnt war. Danach ging es weiter in das Bergdorf GLOSSA. Hier durchstreiften wir die Gassen zwischen der unteren und oberen Platia natürlich im Regen.

Die Rückfahrt führte uns noch über das kleine Kloster TAXIARDIS , was man besichtigen kann, aber leider nicht mehr bewohnt ist.

 

Sonntag 20.09. Strandtag an der Limnonari Beach

 

Da der heutige Morgen uns mit Sonnenschein aus den Betten lockte, wurde nach dem gestrigen Regentag ein ganztägiger Strand/Badetag festgelegt. Mit Schwimmen und Schlafen am Strand kann man auch wunderbar den Tag verbringen. Der Höhepunkt des Tages war allerdings unser anschließendes Essen in der Hafentaverne von AGNONTAS. Hier bekamen wir ein als kulinarischen Abschluss von Skopelos von einem deutschsprechenden Griechen,der neun Jahre in Berlin lebte köstlich gegrillten Fisch (31,00 €) serviert.

 

Montag 21.09. Umsetzung von Skopelos nach Skiathos  

 

Am Morgen nach dem letzten Frühstück galt es Abschied zu nehmen. Abschied von Alexandra , von Manos und von den „Bremern“. Sabine wurde wie immer von Wehmut gepackt, wenn es heißt eine schöne und liebgewonnene griechische Insel mit netten Menschen zu verlassen. Unser Flying Cat 5 legte pünktlich um 13:25 Richtung Skiathos ab.Am Anleger von Skiathos Stadt erwartete uns schon Elini , unsere Vermieterin die uns Manos von Skopelos aus vermittelte  mit einem Schild in der Hand mit Aufschrift „SABINE“ !   Sabine und Jörg hatten auch gleich ein wunderbares Quartier (30,00 €)mit Blick über die Hafenbucht . Stefan dagegen bekam 100m weiter einen „Bunker“  über einer Taverne zugewiesen. Nach Schließung der Taverne sorgten  alle Taxifahrer vom gegenüberliegenden Taxistand für eine schlaflose Nacht, weil sie genau unter meinem Zimmer ihre Wartezeit totschlugen. Der späte Nachmittag und Abend des Tages war mit erstem Rundgang durch die Altstadt und Essen mit viel Fleisch angesagt.

 

Dienstag 22.09.  Nordwesten der Insel

 

Am Morgen galt es erst einmal ein neues Zimmer für Stefan zu besorgen. Eigentlich war ja das Zimmer unter dem von Jörg/Sabine (im EG) für Stefan vorgesehen, aber gestern am Anleger drängelte sich eine Frau dazwischen ,die hier schon mal übernachtete , und letzte Nacht vor ihrem Rückflug sich noch mal bei Elini einquartierte. Aber nach einem Telefonat mit  Elini  und „griechischer Wartezeit“ konnte Stefan umziehen und wir alle drei die letzten Tage dieses Urlaubs angehen.

Nach Frühstück und Umzug wurde bei AVIS ein Auto für 3 Tage/80,00 € gemietet und es ging gleich weiter zum Kloster EVANGELISTRIA .Dieses Kloster wurde durch Beziehungen des Athener Bürgermeister sehr gut restauriert und ist unbedingt einen Besuch wert. An den Innenwänden  der Kirche kann man 200 Jahre alte Fresken und Wandmalerei bewundern. Im Vorraum , dem Zugang ESONARTHEX haben die Bewohner ein kleines Museum eingerichtet, deren besonderer Schatz die Reliquien von 24 Heiligen bilden.  Das Nebengebäude beherbergt auch ein Museum mit der Historie zum Gebäude selbst und jüngster griechischer Geschichte . Auch kann man hier eine umfangreiche Musikinstrumentensammlung bestaunen. Nach einem kleinen „Weinchen und Heinecken“ in der angrenzenden Klostertaverne ging es über die Panoramataverne I mit herrlichem Blick auf Skopelos weiter zum KASTRO der Insel was leider nur noch Ruine darstellt. Zum Kastro selbst , muss man die letzen 1,5km im Fußmarsch, an der Kirche vorbei ,zurücklegen. Vor dem Rückweg zum Auto wagten wir den Abstieg zur Kastrobeach , wo Jörg sich als einziger in die Brandung stürzte. Auch hier gab es eine Taverne , die von ihrem Besitzer nur per Eseltransport bewirtschaftet werden kann. Nach einem kühlen „Weinchen und ALFA“ in der Panoramataverne II mit herrlichen Blick auf SKIATHOS-Stadt ging ein wunderschöner Tag auf Skiathos dem Ende entgegen. Den Abend , es sei noch erwähnt, rundete der Besuch der FAMILYTAVERNE – SOFIA hoch oben über der Stadt ab. Sabine und Stefan bestellten PASTA TUNA für 2 Personen , was aber der Menge für 6 Personen entsprach. Nach einem Absackerouzo  und guter Musik im Pup CENTAURI war nun endgültig Schluß für heute.

 

Mittwoch 23.09. Strandtag an der Halbinsel Kalamaki

 

Heute war mal wieder Erholung am Strand angesagt . Es ging Richtung Süden , entlang der Uferstraße links und rechts gesäumt von kleinen , mittleren und teils auch etwas größeren Hotelanlagen zur Halbinsel Kalamaki. Nach mehreren Stippvisiten aus der Ferne von oben , entschieden wir uns für die EMSAMIE Bucht.

 

Der Abstieg war sehr gewagt und halsbrecherisch. Von Jörg ,der den Weg erkunden sollte kam natürlich keine Rückmeldung über die Wegstrecke , somit wagten Sabine und Stefan auf gut Glück den Abstieg, in der Hoffnung , das wir uns alle 3 am Strand wieder zusammenfinden. 

Aber der Abstieg hat sich gelohnt, neben Jörg fanden wir auch einen herrlich schönen einsamen Strand für uns drei. Am Abend ga es nach dem deftigen Essen in der Familytaverne vom Vorabend , nur „Wiener Wurst mit Senf“ im Quartier . Auf der Meile aber konnten wir dann bei Campari und Alfa den „touristischen Zeitgeist“ von Skiathos Stadt  erleben.

 

Donnerstag 24.09. Inselsüden – letzter Urlaubstag

 

Der letzte bzw. der vorletzte ist immer der schlimmste Tag eines jeden Urlaubs, weil man Liebgewonnenen  wieder den Rücken kehren muss. Aber was soll’s , es war wie in jedem

Griechenlandurlaub, ein Tag wo wieder die Pläne für den nächsten Urlaub geschmiedet werden.

Unser heutiges Ziel war aber das Kloster KOUNISTRA mit einer von innen  sehr schönen 

 

Klosterkirche aus dem 17.Jahrh. Kurz vor dem Kloster befindet sich ein Tierheim, wo man sich herrenloser Hunde und Katzen annimmt. Hier können Touristen Vierbeiner „adoptieren“. Sie können vorher mit Spaziergängen in der Umgebung erfahren ob es auch der oder die Richtige ist. Alles weitere , Papiere , Zoll , Transport zum Flughafen Volos und Überführung ins Heimatland übernimmt das Personal des Tierheims ,was wir am Flughafen in Volos auch beobachten konnten.Nach Kloster und Tierheim landeten wir an der ASSELINOSI Beach , die uns absolut nicht zusagte. Es ging weiter zur ELENI Beach , was auch nicht unbedingt das Beste war , aber hier konnten wir letztmalig in diesem Urlaub wunderbar schwimmen und das Meer genießen

Den letzten Abend bestimmte wie immer das obligatorische „letzte Abendessen“ !   Diesmal sogar mit Rotwein für Jörg und Stefan. Mit dem allerletzten Absacker im CENTAURI Pup war dieser 9 Urlaub in Griechenland auch schon wieder  Geschichte.

 

Freitag 25.09. Abreisetag: Skiathos , Volos , Nürnberg , Rudolstadt , Erfurt

 

7:30 ging die Fähre von Skiathos nach Volos. Dort nahmen wir uns ein Taxi für 35 EUR zum Flughafen .

Air Berlin flog pünktlich nach Nürnberg, 19 Uhr wieder daheim in Rudolstadt/Erfurt.

  

Aufgeschrieben von Stefan am 3.10.2009